Selbst machen

Firmware installieren

Für alle, die es selbst machen möchten: Router wählen, Firmware laden, aufspielen, danach einrichten. Lieber mit Hilfe? Dann schreib uns.

  1. Schritt 1: Router wählen

    Nimm einen unserer empfohlenen Router oder ein anderes Gerät aus der Firmware-Liste. Empfohlene Geräte sind dort markiert.

    Achte auf die Hardware-Version, zum Beispiel „v2“ oder „v5“. Sie steht auf dem Aufkleber, meist hinter „Ver:“ oder „H/W“.

  2. Schritt 2: Firmware laden

    Lade die passende Datei herunter:

    • Erstinstallation, wenn noch die Software des Herstellers auf dem Router ist
    • Update, wenn schon Freifunk oder OpenWrt läuft

    Vergleich den Dateinamen mit deinem Gerät: Modell und Hardware-Version stehen darin. Spätere Updates holt sich dein Router übrigens selbst. Sie sind von mehreren Mitgliedern des Vereins geprüft und signiert.

    Zur Firmware-Liste

  3. Schritt 3: Aufspielen

    Wie die Firmware auf den Router kommt, hängt vom Gerät ab. Du hast drei Möglichkeiten:

    • Du kennst dich aus: In der Firmware-Liste steht bei jedem Gerät einer der Wege A bis D. Sie sind unten beschrieben.
    • Du nimmst eine Anleitung von OpenWrt: Die Freifunk-Firmware baut auf OpenWrt auf. In der OpenWrt-Gerätedatenbank steht für fast jedes Modell, wie die Installation geht, zum Beispiel für die FRITZ!Box 4040. In der Firmware-Liste ist bei jedem Gerät die passende Suche verlinkt.
    • Du fragst uns: Schreib uns dein Modell, dann suchen wir die passende Anleitung heraus.

    Weg A: über die Weboberfläche

    Für die meisten Geräte mit Datei „Erstinstallation“. Verbinde den Computer per Kabel mit einer LAN-Buchse des neuen Routers. Öffne im Browser die Adresse vom Aufkleber (zum Beispiel 192.168.0.1) und melde dich an. Unter „Firmware-Update“, „Systemwartung“ oder ähnlich lädst du die Datei hoch.

    Läuft auf dem Gerät schon OpenWrt, zum Beispiel ab Werk beim Cudy WR3000 und Linksys MR8300, nimmst du die Datei „Update“. In der OpenWrt-Oberfläche findest du sie unter „System“ → „Sichern / Firmware aktualisieren“. Entferne dort das Häkchen bei „Einstellungen beibehalten“.

    Lehnt der Router die Datei ab, benenne sie kürzer um, zum Beispiel in freifunk.bin. Manche Hersteller mögen keine langen Namen oder Sonderzeichen.

    Weg B: FRITZ!Box und FRITZ!Repeater

    AVM-Geräte nehmen fremde Firmware nicht über ihre Oberfläche an. Sie bekommen sie in den ersten Sekunden nach dem Einschalten über den Bootloader. Das erledigt das Programm fritzflash von Freifunk Darmstadt für dich: Computer per Kabel anschließen, Programm starten, FRITZ!Box einschalten, den Anweisungen folgen.

    Je nach Modell braucht fritzflash die Datei „Update“ und die Zusatzdatei „bootloader“ aus der Liste.

    Weg C: Notfall-Wiederherstellung (TFTP)

    Einige Geräte, vor allem von TP-Link, holen sich die Firmware beim Einschalten selbst von deinem Computer. Dafür bekommt der Computer eine feste Netzwerkadresse und ein kleines TFTP-Programm, zum Beispiel Tftpd64 unter Windows. Die Datei wird umbenannt, und du hältst beim Einschalten die Reset-Taste gedrückt.

    Welche Adresse und welchen Dateinamen dein Modell erwartet, steht in der OpenWrt-Gerätedatenbank.

    Weg D: Sonderweg

    Bei manchen Geräten geht es nur über einen Umweg, etwa eine Zwischen-Firmware, einen Zugang per SSH oder eine Sonderdatei. Das betrifft zum Beispiel Ubiquiti, Xiaomi, Aruba und Cudy. Frag uns, wir kennen die Wege und helfen gern.

    Wichtig Während der Router die Firmware schreibt, darfst du den Strom nicht trennen. Das dauert ein paar Minuten, danach startet er neu.

Firmware ist drauf? Weiter: Einrichten und aufstellen