Unsere FAQ’s

Hier findest Du Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ). Sollte für Dich nichts passendes dabei sein, schreibe uns eine Mail, rufe an oder besuch uns auf einem der nächsten Treffen.

Installation Prüfen

  • Ist der Router am Strom angeschlossen?
  • Steckt das Netzwerkkabel im (meißt blauen) WAN Port?
  • Ist das WLAN noch aktiviert? (Manche Router haben hinten eine Taste zum ausschalten des WLANs)
  • Ist an deinem Internet-Router (z.B. FritzBox) der Zugriff für den Freifunk-Router erlaubt?
    • Keine MAC-Adressen Sperre?
    • Wird den Freifunk-Router per DHCP eine IP zugewiesen?

Neustart

den Router neu booten

Viele Probleme lassen sich durch einen simplen manuellen Neustart des Freifunk-Routers beheben.

Wenn das alles korrekt ist und Du nach ein paar Minuten immer noch keine WLAN-Verbindung hast dann geht es hier weiter.

Wenn Du deinen Freifunk-Router unbedingt hinter einer Firewall „verstecken“ willst, oder ihn an den Gastzugang deiner Fritzbox anschließen möchtest, dann benötigt dein Knoten unbedingt Zugriff auf weitere Port’s. Ansonsten funktioniert er nicht!!!

Die Port’s die unbedingt freigeschaltet werden müssen:

DNS Server Port 53 UDP (für den Tunnel den er zu unseren Gateways aufbaut).

Für die Karteansicht je nach Domain…

Port 20001 UDP = Domäne 1 – Lippe (Extertal, Lippe, Freifunk, Umland)
Port 20002 UDP = Domäne 2 – Detmold (Augustdorf, Detmold, Horn-Bad Meinberg, Lage)
Port 20003 UDP = Domäne 3 – Lemgo (Kalletal, Lemgo)
Port 20004 UDP = Domäne 4 – Bad Salzuflen (Bad Salzuflen, Schoetmar, Leopoldshoehe, Oerlinghausen)

Nach Abschluss der Port Freigabe an deinem Router, sollte deine zB. Fritzbox neu gestartet werden!

Ab der Version 0.8.13 gibt es eine zusäzliches Features in unserer Firmware.

Wenn dein Knoten kein Uplink, also keine Verbindung zum Internet hat, ändert sich die SSID (Funkname) automatisch von zum Beispiel detmold.freifunk.net in FF_OFFLINE_KNOTENNAME.

Normal = OnlineWifi-Verbindung1

Kein Uplink = OfflineWifi-Verbindung2

Ein Knotenausfall wird vom Knotenbetreiber so schneller erkannt und Irritationen durch gescheiterte Anmeldeversuche vermieden. Denn ein Smartphone versucht sich anzumelden bekommt aber kein Internet-Zugang und bricht ab.

So verhindern wir, das sich keiner in ein Netz einwählt, was nicht funktioniert!

Problembehebung: Zuerst die Kabelverbindungen überprüfen (Strom / Netzwerkkabel), oder gegebenenfalls ein Neustart des DSL-Modem/Routers.

Um eine Übersicht der Knoten in Lippe zu erhalten, öffnest du ganz oben auf unserer Homepage den Reiter „Karte“.

 

Kartenübersicht

 

Dort gibt es den Kartenausschnitt und links daneben eine Legende. Mit dem Mausrad kannst du diese hoch und runter bewegen, oder ganz ausblenden. Mit dem Mausrad, oder „Strg“+ Plus/Minus kannst du in die Karte zoomen. In der Legende stehen „Aktuelles/Knoten/Statistik“ zu Verfügung. Bei „Knoten“ siehst du alle angemeldeten Knoten in Lippe.

 

Kartenübersicht-2

 

Die Knoten selber sind in den ersten 14 Tagen grün, danach blau. Sollte dein Knoten ausgefallen sein, weil dein Internetanschluss Störungen hat, oder der Stecker mal wieder nicht steckt, wird dieser in rot dargestellt.

Wenn du einen Knoten anklickst, zoomt es bis auf die höchste Stufe. Die kleinen roten Punkte um einen Knoten sind angemeldete Geräte (Clients). In der Legende siehst du dann unter anderem eine Statistik über angemeldete Geräte pro Tag/Woche und den Internet-Traffic Down/Up auf diesem Knoten. Wenn du noch mehr informationen brauchst, kannst du auf die rot umrahmte IPv6 Adresse (in blau) klicken. Dann erreichst du unsere neue Knoten Informationsseite. Diese kannst du ausschließlich über das Freifunknetz erreichen!

 

mesh-Karte

 

 

 

Wenn du in unserem WLAN eingeloggt bist und die Adresse http://ipv6-test.com/ in deinem Web-Browser aufrufst, siehst du folgendes Bild.

ipv6-test

Wenn bei IPv4 und IPv6 Connectivity, Freifunk-Rheinland steht ist alles gut 😉

Grundsätzlich kann jeder (theoretisch) den Datenverkehr in jedem WLAN-Netz oder vor dem heimischen PC belauschen. Um deine Privatsphäre zu schützen, solltest du daher vornehmlich verschlüsselte Verbindungen benutzen.
Diese zeichnen sich durch ein https vor der URL aus. Zu erkennen ist eine verschlüsselte Verbindung auch an dem Schloss-Symbol im Browser:

Firefox:
2014-06-26-000020

2014-06-26-000021

Internet Explorer:
2014-06-26-000022
2014-06-26-000023

Gerade in öffentlichen Netzwerken wie z.B. Hotspots an Flughäfen, Hotels, Restaurants, usw. besteht die Gefahr, dass andere Nutzer mitlesen. Da sich alle Nutzer im selben Netzwerk befinden, ist es möglich, den Netzwerkverkehr der anderen Nutzer mitzulesen. Dazu gehören dann auch Logindaten wie Benutzernamen, Mailadressen, Passwörter, usw.

Eine verschlüsselte Verbindung sorgt dafür, dass der Transportweg der Datenpakete vom Rechner zum Server geschützt ist. Andere Nutzer im selben Netzwerk können dann also nicht mehr einfach so mitlesen.

Natürlich, so etwas lohnt sicher immer! Und schließlich muss immer jemand der Erste sein. Wenn du erst einmal einen solchen Knoten hast, wird er vielleicht von anderen gefunden, benutzt und im Idealfall beschäftigen sich auch diese Personen mit Freifunk. Nur so kann die Idee wachsen! Und denke an deinen nächsten Besuch, der nach dem WLAN-Passwort fragt. Wäre es nicht praktisch dann einfach auf Freifunk hinzuweisen?

Grundsätzlich ja. Wir benutzen eine spezielle Software, die auf dem Router installiert wird. Diese Software sorgt für deine Sicherheit und blockiert den Zugang zu deinem Heimnetzwerk. Ein Zugriff aus dem Freifunk-Netz auf dein eigenes Netzwerk ist nicht möglich. Jemand der über deinen Freifunk-Knoten das Netzwerk benutzt, kann somit keinerlei Schandtaten in deinem Netzwerk anstellen. Dein privates, verschlüsseltes WLAN bleibt unangetastet!

Wir sind an Freifunk-Rheinland e.V. „gekoppelt“, dieser ist Internet Service Provider! Durch den Providerstatus ist dieser Zugang zum Internet über Freifunk Lippe jetzt schon von der Störerhaftung ausgenommen. Weder wir noch der Freifunk Rheinland e.V. erheben Nutzerdaten oder protokollieren. Technisch ist der einzelne Freifunkrouter im Netzwerk nicht identifizierbar. Der Serverbetreiber kann die IP-Adressen der Surfer am Router nicht zuordnen. Weder wir, noch der Serverbetreiber speichert diese IP-Adressen.

Frei im Sinne von freier Rede. Zensurfrei. Frei im Sinne von ‘Ohne weitere Kosten’. Frei im Sinne von “komplett ohne Einschränkungen”. Wir verstehen frei als öffentlich zugänglich, nicht kommerziell, im Besitz der Gemeinschaft und unzensiert.

Die Vision von Freifunk ist, ein auf WLAN basierendes eigenständiges Netz aufzubauen, ein Bürgernetz. Die Verbindung zum Internet ist daher nur als ein Dienst unter vielen zu sehen.

Unser Anliegen ist also nicht nur, jedem kostenlos Zugang zum Internet zu gewähren, sondern vielmehr ein Funknetzwerk in Bürgerhand aufzubauen, an dem jeder partizipieren kann und welches von niemandem kontrolliert, überwacht oder eingeschränkt wird.

Konkret hat sich Freifunk zum Ziel gesetzt, offene Funknetzwerke einzurichten und diese miteinander zu verbinden. Dies ermöglicht einen freien Datenverkehr “durch die Luft” in der ganze Stadt innerhalb des Freifunk-Netzes. Freifunk ist somit eine offene nicht-kommerzielle, hierarchielose Initiative für freie Funknetzwerke.

Ja das ist richtig, allerdings sind diese meistens begrenzt und nur über eine umständliche Anmeldeprozedur erreichbar. Das ist sehr lästig! Dazu kommt das die meisten Nutzer nicht wissen das diese „Free Wifi’s“, oft gar nicht ganz umsonst sind. Bei diesen Diensten bezahlt man indirekt mit seinen Daten! Was die Betreiber mit deiner E-Mail Adresse so alles machen, kann man nur erahnen und später wundert man sich über SPAM-Mail’s.

Zudem hat Freifunk etwas, was andere Anbieter nicht haben! Stell dir vor du musst dich nicht an jedem neuen „Wifi-Hotspot“ oder Lokal anmelden. Du kannst einfach in dem gesammten Stadtgebiet bummeln und Surfen. Dein Smartphone wird automatisch an den nächst stärkeren Freifunk Knoten vermittelt, ohne Abbruch oder Aussetzer!

Freifunk ist einfach, einfach! Ohne Anmeldung mal gerade schell ins Internet. Einfach einwählen und gut!

Unsere Knoten verbinden sich über ein eigenes WLAN kabellos zu einem sogenannten Mesh-Netzwerk. Das heisst, sie sprechen selbst miteinander. So können zwei Knoten Daten austauschen, ihren Internetanschluss teilen und so das Freifunknetz erweitern. Dafür baut jeder Router auch ein Netzwerk mit dem Namen „fflip-mesh-01*“ auf. Dieses kannst du ignorieren.

Du musst dir keine Sorgen machen, dass du Post von einem Anwalt bekommst. Wir sorgen mit technischen Mitteln dafür, dass alles, was über die Freifunk Knoten passiert nicht direkt, sondern über uns ins Internet geht. Alles wird über unsere Server ins Netz geleitet. So musst du dir keine Sorgen um Sicherheit oder die Störerhaftung machen.

Wir Freifunker wollen, dass jeder selber verantwortlich ist für das, was er im Freifunknetz und auch sonst tut. Haftung sollen nicht diejenigen übernehmen, welche zufällig in der Nähe waren oder selbstlos den Freifunkknoten anbieten.

Auch finden de facto keine relevanten Rechtsverstöße über Freifunk statt: Wer Kriminelles vorhat, wird sich nicht auf Freifunk verlassen, sondern hat andere Möglichkeiten seine Identität zu verschleiern.

Ja das kannst Du. Es ist sehr einfach. Der Freifunk Router muss nur in die Steckdose für Strom und ggf. mit dem Netzwerkkabel ans Internet. Du kaufst Dir einen Knoten und wir helfen Dir gern bei der Einrichtung. Wir stellen Dir gern fertige Router für unser Freifunk zur Verfügung.

Sobald Du im Empfangsbereich einer der Freifunk Router/Knoten bist, kannst Du Freifunk mit jedem WLAN-fähigem Gerät nutzen. Sei es Smartphone, Tablet, Notebook oder PC. Sobald Du ein WLAN angezeigt bekommst, welches den Namen lippe.freifunk.net hat, kannst Du Dich dort ohne Passwort und anderem nervigen Kram einloggen. Wo der nächste Knoten steht, findest Du auf unserer Karte.

Wenn Du mit Freifunk surfen willst, kostet es Dich nichts. Wenn Du selbst einen Freifunk-Zugang betreiben willst, entstehen lediglich Kosten für die Anschaffung eines Knoten/Routers (ab 20 Euro). Hinzuzüglich kommen Stromkosten, die sich jährlich auf etwa 2-5 Euro belaufen. Wenn Du zusätzlich auch noch deinen Internetanschluss teilen möchtest kommen natürlich auch noch die Kosten für diesen hinzu.

Natürlich darfst Du das! Denn es ist ein Bürgernetz, das allen gehört und an dem alle mitwirken. Daher würden wir uns freuen wenn auch Du einen Knoten aufstellst. Gemeinschaft bedeutet, dass wir teilen und geben.

Freifunk ist komplett von Nutzer geschaffen worden, es gibt keine übergeordnete Instanz, die das Netz verwaltet. Jeder Nutzer ist an dem Projekt beteiligt und betreibt das Netzwerk auf eigene Kosten. Dies ist nur möglich, wenn sich alle an ein paar Regeln halten:

lisa-recht

CC-BY-SA/3.0 Philipp Seefeldt
  • Sei fair!
    Das Netzwerk darf nicht in einer Weise beansprucht werden, die das Netzwerk selbst, dessen Betreibende oder andere Teilnehmende beeinträchtigt.
  • Achte auf deine Sicherheit!
    Das Netzwerk ist, wie das Internet, unverschlüsselt und offen. Jede teilnehmende Person ist selbst für die Sicherheit ihrer Verbindungen und ihrer Endgeräte verantwortlich. Nähere Info’s dazu findest du hier.
  • Keine rechtswidrige Nutzung!
    Das Netzwerk darf nicht für Handlungen missbraucht werden, die gesetzliche Bestimmungen oder die Rechte Dritter verletzen. Es dürfen keine Inhalte übertragen werden, die gegen geltendes Recht verstoßen.

Die Basis der Regeln untereinander bildet das Pico Peering Agreement. Bitte halte dich daran, sonst kann ein soziales Projekt nicht funktionieren.

 


 

 

Pico Peering Agreement v1.0

Präambel

Mittlerweile gibt es viele Community-Netzwerke, diese sind jedoch geographisch und sozial voneinander getrennt und bilden kein zusammenhängendes Netzwerk. Dieses Dokument ist ein Ansatz (Versuch), diese Netzwerkinseln miteinander zu verbinden, indem es die minimale, grundsätzliche Vorlage für ein „Peering“-Abkommen (Verbindungsabkommen, Bündnisabkommen) zwischen den Eigentümern individueller Netzwerkknoten liefert: das PicoPeeringAgreement (PPA).

Das PPA ist eine formalisierte Beschreibung der Verbindung zwischen zwei Netzwerk-Instanzen (peers). Eigentümer einer Netzwerkinfrastruktur machen von ihrem Eigentumsrecht Gebrauch, indem sie ihr Einverständnis dafür geben, einen Teil ihrer Infrastruktur für den freien Datenaustausch über ihr Netzwerk bereitzustellen.

Das PPA wird auf http://picopeer.net von einer Gruppe Freiwilliger aus verschiedenen Ländern der Welt gepflegt (maintained). Es soll als Vorlage für weitere Kleinst-Verbindungsabkommen und Verträgen dienen.

 

Vereinbarung

1. Freier Transit
  • Der Eigentümer bestätigt, freien Transit über seine freie Netzwerkinfrastruktur anzubieten.
  • Der Eigentümer bestätigt, die Daten, die seine freie Netzwerkinfrastruktur passieren, weder störend zu beeinträchtigen noch zu verändern.
2. Offene Kommunikation
  • Der Eigentümer erklärt, alle Informationen zu veröffentlichen, die für die Verbindung mit seiner Netzwerkinfrastruktur notwendig sind.
  • Diese Information soll unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden.
  • Der Eigentümer erklärt, erreichbar zu sein und wird dazu wenigstens eine E-Mail-Adresse bekanntgeben.
3. Keine Garantie (Haftungsausschluss)
  • Es wird keinerlei garantierter Dienst (Betrieb, Service) vereinbart. (Es gibt keine Garantie für die Verfügbarkeit / Qualität des Dienstes.)
  • Der Dienst (Betrieb, Service) wird ohne Gewähr bereitgestellt, ohne Garantie oder Verpflichtung jedweder Art.
  • Der Dienst (Betrieb, Service) kann jeder Zeit ohne weitere Erklärung beschränkt oder eingestellt werden.
4. Nutzungsbestimmungen
  • Der Eigentümer ist berechtigt, eine akzeptable Benutzungsrichtlinie (use policiy) zu formulieren.
  • Diese kann Informationen über zusätzlich (neben den grundsätzlich) angebotene Dienste enthalten.
  • Dem Eigentümer steht es frei, die Richtlinie selber zu formulieren, so lange diese nicht den Punkten 1 bis 3 dieser Vereinbarung widersprechen.
Begriffserklärungen
  • Eigentümer: Der Eigentümer verfügt über das Recht, seine Netzwerkinfrastruktur zu betreiben und einen Teil ihrer Funktionalität für das freie Netzwerk (FreeNetwork) bereitzustellen (zu stiften, zu spenden).
  • Transit: Transit ist der Austausch von Daten in ein Netzwerk hinein, heraus oder durch ein Netzwerk hindurch.
  • Freier Transit: Freier Transit bedeutet, dass der Eigentümer weder Gebühren für den Transit von Daten erhebt, noch die Daten verändert.
  • Freies Netzwerk: Das freie Netzwerk ist die Summe der miteinander verbundenen Hard- und Software, dessen Anteil für den freien Transit vom Eigentümer dieser Ressourcen zu Verfügung gestellt wird.
  • Der Dienst: Der Dienst (Betrieb, Service) besteht aus freiem Transit und zusätzlichen Diensten.
  • Zusätzliche Dienste: Im Sinne des PPA ist ein Zusätzlicher Dienst alles war über freien Transit hinaus geht. Zum Beispiel die Bereitstellung eines DHCP-Servers, WEB-Servers oder Mail-Servers.