Failsafe-Mode

Entferne alle Kabel des Routers, inklusive des Stromkabels. Suche die Reset-Taste an deinem Router. Stecke nun das Stromkabel wieder ein und beginne gleichzeitig damit, zügig und mehrmals hintereinander diesen Reset-Taster zu betätigen, während das Gerät startet. Nach kurzer Zeit beginnt die System-LED (Zahnrad-Symbol, zweite von Links) mit sehr hoher Frequenz zu blinken: Du bist nun im Failsafe-Modus.

Hat dieses nicht auf Anhieb funktioniert, wiederhole diesen Schritt bis zum Erfolg!

Stelle nun deinen Laptop, von welchem aus du den Router konfigurieren möchtest, so ein, dass er per Kabelnetzwerk manuell die IP-Adresse 192.168.1.2 und die Subnetzmaske 255.255.255.0 verwendet. Verbinde nun die Netzwerkkarte per Kabel direkt mit dem blauen WAN-Port deines Routers.

Unter Linux gibst du in der Konsole den Befehl „ssh root@192.168.1.1“ ab und schon bist du im Failsafe Modus.
Unter Windows ist Putty dein Freund.

Im Failsafe Modus besteht das OpenWrt-root-Dateisystem nicht aus dem mini-fo-Dateisystem, welches eine Kombination von SquashFS- und JFFS2-Dateisystem ist, sondern lediglich aus der SquashFS-Partition. Die JFFS2-Partition wird gar nicht eingehängt. Um nun Reparaturen auf der JFFS2-Partition vornehmen zu können, musst du diese zunächst beschreibbar einhängen. Am einfachsten geht das mit Hilfe eines Skriptes:

Als root anmelden

mount_root

Falls du dein Passwort vergessen hast, erstelle ein neues mit:

passwd

Falls du den gesamten Speicherplatz der JFFS2-Partition belegt hast, lösch die komplette JFFS2-Partition mit:

mtd -r erase rootfs_data

Oder ruf das Skript firstboot auf – alle Einstellungen werden zurückgesetzt:

firstboot

Wenn alle Arbeiten im Failsafe-Modus erledigt sind, startest du deinen Router neu:

reboot -f